Abwesenheit (1994 - 1995)

Nachdem ich die Kunstschule abgeschlossen habe, mache ich mich auf die Suche nach einem Atelier. Noch keines besitzend, gehe ich zu Freunden und Bekannten, um in ihren Wohnungen zu malen, solange sie nicht dort sind. Diese Orte ziehen mich an, da sie eine intime, fast heilige Atmosphäre besitzen..

Alleine entdecke ich eine neue verborgene Welt. Um die Seele der Abwesenden einzufangen, richte ich meinen Blick auf die Unordnung des Alltags. Ist dieser Ort verwandt mit seinen Bewohnern? All diese Objekte, die nicht mir gehören, faszinieren mich. Aschenbecher, Töpfe, Tische und Regale vermenschlichen sich und lösen Gefühle in mir aus. Durch sie konstruiere ich das imaginäre Portrait ihrer unsichtbaren Besitzer.

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